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Vera Linß, Moderatorin und Journalistin

17. August 2016
von Vera Linß
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Die Burka-Debatte führt ins Leere

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(verlinkte Audio-Quelle: WDR)

Wer: Vera Linß, freie Medienjournalistin
Was: WDR 5 Politikum – Medienkolumne
Wann: 17.08.2016, 17:45 Uhr

(Grafik: WDR)

13. August 2016
von Vera Linß
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„Die Aufrechten“ | Mark Hertsgaard

Rezension von Vera Linß

Rezension von Vera Linß

„Die Aufrechten. Whistleblowing in der Ära Snowden“ von Mark Hertsgaard

Seit dem ersten Zeitungsartikel im Juni 2013 ist die „NSA-Affäre“ ein mediales Dauerthema. Weniger gesprochen wird dagegen über den kulturellen Background der Enthüllungen bezüglich der Überwachungsmaschinerie NSA. Die These von Marc Hertsgaard lautet: Edward Snowden sei nur deshalb so überlegt vorgegangen, weil er aus den Fehlern seiner Vorgänger gelernt hat. Zwei von ihnen, Thomas Drake und John Crans, stellt Hertsgaard in seinem Buch vor. Und kommt zum ernüchternden Fazit: Wer als Whistleblower in den USA gesetzestreu handeln will, muss scheitern.

„Whistleblowing – Akt des zivilen Ungehorsams“

Wer: Vera Linß, freie Medienjournalistin
Was: Studiogespräch zum Buch
Wo: Medienstadt Babelsberg, radioeins-Senderegie
Wann: 13.08.2016, 18:48 Uhr im radioeins-Medienmagazin (rbb)

(Foto: © Jörg Wagner)

6. August 2016
von Vera Linß
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„Hass im Netz“ | Ingrid Brodnig

Rezension von Vera Linß

Rezension von Vera Linß

Hass im Netz. Was wir gegen Hetze, Mobbing und Lügen tun können“ ist der Titel des Buches im zweiten Teil der Medienmagazin-Sommerferien-Bibliothek. Geschrieben hat es die Redakteurin des österreichischen Nachrichtenmagazins „Profil“, Ingrid Brodnig. Für sie ist das seit langem ein wichtiges Thema. Denn nicht nur, wenn’s um Flüchtlinge und Migration geht, auch bei Themen wie Homöopathie, Fahrradfahren, veganer Ernährung und so gut wie allem anderen ist das Netz voll von Verschwörungstheorien, Beleidigungen und Hasskommentare, dass man die sachlichen Anmerkungen oft kaum noch findet.

„Toxische Enthemmung“

Wer: Vera Linß, freie Medienjournalistin
Was: Studiogespräch zum Buch
Wo: Medienstadt Babelsberg, radioeins-Senderegie
Wann: 06.08.2016, 18:49 Uhr im radioeins-Medienmagazin (rbb)

(Foto: © Jörg Wagner)

30. Juli 2016
von Vera Linß
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„Facebook-Gesellschaft“ | Roberto Simanowski

Rezension von Vera Linß

Rezension von Vera Linß

Facebook ist das größte soziale Netzwerk der Welt. Allein in Deutschland wickeln rund 27 Millionen Menschen hier einen Teil ihrer Kommunikation ab. Doch warum sind so viele in sozialen Netzwerken, für die Roberto Simanowski Facebook als Synonym nimmt? Wo liegt die „kulturelle Basis des Lock-in“? Und welche Folgen hat das? Diesen Fragen geht der Medienwissenschaftler Roberto Simanowski in Teil zwei seiner Trilogie nach: „Die Facebook-Gesellschaft“. Im ersten Teil „Data Love“ hatte er untersucht, warum die Menschen in der digitalen Welt soviel über sich preisgeben.

„Die Kamera isst zuerst.“

Wer: Vera Linß, freie Medienjournalistin
Was: Leitungsgespräch zum Buch
Wo: Deutschlandradio Berlin <--- > Medienstadt Babelsberg
Wann: 30.07.2016, 18:46 Uhr im radioeins-Medienmagazin (rbb)

(Foto: © Jörg Wagner)

2. Juli 2016
von Vera Linß
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Countdown zur Netzneutralität

Vera Linß im radioeins-Sendestudio

Vera Linß im radioeins-Sendestudio

Das Prinzip der so genannten Netzneutralität sieht vor, dass im Internet alle Inhalte – also auch Audio und Video – zu denselben Bedingungen durchgeleitet werden. Es ist Voraussetzung für kulturelle Vielfalt. Festgelegt werden sollte dieser Grundsatz in einer Verordnung, die das EU-Parlament im Oktober verabschiedet hat. Das Gesetz erlaubt aber Ausnahmen und deshalb ist unklar, ob nicht einzelne Anbieter doch zu Sonderkonditionen ihre Angebote im Internet verbreiten können. Daher soll in den nächsten Wochen das Gesetz zur Netzneutralität noch genauer gefasst werden. Der Konsultationsprozess, an dem sich auch jeder Bürger beteiligen kann, läuft bis zum 18.07.2016.

Wer: Vera Linß, freie Medienjournalistin, Autorin
Was: Studiogespräch über die öffentliche Konsultation zur Netzneutralität
Wann: veröffentlicht am 02.07.2016, 18:38 Uhr im radioeins-Medienmagazin und in einer gekürzten Fassung im rbb Inforadio 03.07.2016, 10:44/15:24 Uhr

Vgl.:
* BEREC zur Netzneutralität (english)
* https://savetheinternet.eu
* netzpolitik.org zur Netzneutralität

(Foto: © Jörg Wagner)

26. März 2016
von Vera Linß
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„Mitten in Deutschland: NSU“

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Am 30.03.2016 startet die ARD eine Spielfilm-Trilogie, in der die NSU-Mordserie filmisch aufbereitet wird. Die drei Teile werden je aus der Perspektive der Täter, der Opfer und der Ermittler erzählt. Eine Dokumentation, die noch im Entstehen ist, bildet den Abschluss des Themenschwerpunkts. Welche Akzente setzen die Filme? Können sie neue Erkenntnisse zu den Morden und den Ermittlungen bringen? Wie ist die filmische Qualität?

Was: Studiogespräch mit O-Tönen über die Spielfilmtrilogie „Mitten in Deutschland: NSU“
Wer:
* Vera Linß, Medienjournalistin
* Jörg Wagner, Medienjournalist
Wann: 26.03.2016, 18:22 Uhr
Wo: Potsdam-Babelsberg, Medienstadt, Senderegie radioeins

„Die Filme werden wehtun!“

Was: Telefoninterview zum Teil 3 „Die Ermittler – Nur für den Dienstgebrauch“
Wer:
* Florian Cossen, Regisseur, Teil 3
* Vera Linß, Medienjournalistin
Wann: 24.03.2016

Vgl.: „Mitten in Deutschland: NSU“ | Das Erste, ARD

(Fotos: © SWR/Stephan Rabold; BR/Wiedemann & BergTelevision GmbH)

23. Januar 2016
von Vera Linß
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NETFLIX – weltweit

Wer:
* Reed Hastings, CEO NETFLIX
* Vera Linß, Medienjournalistin
Was: Radio-Interview (englische Fassung)
Wo: München
Wann: 17.01.2015

(© Video: Jörg Wagner)

22. Oktober 2015
von Vera Linß
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Digital News Initiative – Freuen auf Bewerbungen

Vera Linß - Madhav Chinnappa; © Jörg Wagner

Vera Linß – Madhav Chinnappa

„Mit der Digital News Initiative versuchen wir, unseren Beitrag in diesem Informations -Ökosystem zu leisten und mit der News-Industrie zusammenzuarbeiten. Egal ob es dabei um Produktentwicklung, Weiterbildung, Forschung oder Innovation geht.“

Wer:
* Madhav Chinnappa, Google, Head of Strategic Relations, News & Publishers, EMEA
* Vera Linß, Medienjournalistin
Was: Interview zum aktuellen Stand der Google Digital News Initiative (DNI)
Wann: 22.10.2015
Wo: München, Internationales Congress Center München

Vgl.: Digital News Initiative

(Foto: © Jörg Wagner)

15. Oktober 2015
von Vera Linß
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Warum dieser Fake?

Buchbesprechung: Sascha Lobo - Volker Weidermann

Gefakte Buchbesprechung: Sascha Lobo – Volker Weidermann

„Keiner hat einen Plan, was wirklich passiert bei dem Sturz in die digitale Realität“

Wer:
* Sascha Lobo, Publizist, Interneterklärer
* Vera Linß, Medienjournalistin
Was: Interview zu Sascha Lobos Rezension des Internetromans „Cybris“, den es nicht gibt, im Literaturspiegel vom 26.09.2015
Wann: rec.: 15.10.2015
Wo: Frankfurter Buchmesse, Frankfurt/Main

Vgl.: Spiegel-Online-Video

(Screenshot: Spiegelonline)

8. Juli 2015
von Vera Linß
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Dem neoliberalen Zeitgeist erlegen

Nikos Chilas

Nikos Chilas

Wer:
* Nikos Chilas, Journalist, seit 1992 als Korrespondent in Deutschland, aktuell für die Wochenzeitung „To Vima“
* Vera Linß, Medienjournalistin
Was: Interview zur Berichterstattung deutscher Medien über Griechenland
Wann: rec.: 08.07.2015, 15:15 Uhr
Wo: Berlin, Gebäude der Bundespressekonferenz

Die deutschen Massenmedien zeichnen sich durch Professionalität und guten Stil aus. Aber darüber hinaus, was die griechische Berichterstattung betrifft, ich finde, das ist zum großen Teil katastrophal. Ich sag Ihnen auch gleich, warum. Ich finde, dass die deutschen Medien dem neoliberalen Zeitgeist erlegen sind. Dadurch kommt es zu ziemlich großen Verzerrungen bei der Berichterstattung. Ich möchte nicht die Kollegen schlecht reden, sie sind die absoluten Profis. Es gibt den berühmten Verblendungszusammenhang von Adorno. Man geht sehenden Auges wohin und man sieht das, was man vor sich hat, nicht. Man sieht nicht, dass Deutschland und die anderen Gläubigerstaaten ein bereits ruiniertes Land doppelt ruiniert haben. Und sie gehen immer vom Standpunkt der Rhetorik und der Politik der Regierung aus. Dabei sind es – die Kollegen meine ich – ganz kritische Leute in jeder anderen Hinsicht. Aber in diesem einen Punkt finde ich, dass sie versagen.

Wie erklären Sie sich dieses Versagen?
Das habe ich Ihnen bereits erklärt. Das ist einerseits diese politische Blindheit, die eben zu diesem Verschauen führt. Ansonsten ist das nicht zu erklären. An guten Vorsätzen und analytischer Begabung, an Talent etc. fehlt es nicht.

Was müsste anders laufen?
Was die Journalisten betrifft – zunächst einmal einmal mit klarem Blick schauen. Nicht mit dem Vorurteil, mit dem man an die Sache geht. Das zweite wäre auch sehr wichtig – nach Griechenland fahren. Aber, wie gesagt, mit einem offenen Blick. Und mit den Leuten dort diskutieren, die vor Ort alles erleben. Ich erzähle Ihnen eine kurze Geschichte dazu: Die Leute vom IWF, die sind auch nach Griechenland gekommen, um Griechenland „zu retten“. Und sie betreiben dieses Rettungswerk seit fünf Jahren. Nur, sie haben dort keine originäre Untersuchung vorgenommen. Sie haben nicht die griechische Wirtschaft analysiert, sondern sie sind mit ein paar Rezepten im Koffer ins Land gekommen und sie haben sie gleich angewandt. Das sind die berühmt-berüchtigten Rezepte des IWF. Und das Ergebnis sehen wir jetzt: Griechenland ist ein total ruiniertes Land. So meine ich, sollte man nicht nach Griechenland gehen, mit fertigen Bildern und Rezepturen im Kopf. Sondern die Mühe machen, sich zu erkundigen und selbst zu analysieren.

„Es ist eine richtige Hetze“

Und das wurde auch nicht kritisch reflektiert von den deutschen Journalisten?
Das kann man nicht so pauschal sagen. Es gibt schon mehrere Journalisten und es gibt auch viele Medien, die das unternehmen. Es gibt auch wahnsinnig gute Analytiker und Wissenschaftler, die das richtig untersuchen. Aber ich meine, dass die Haupttendenz eine ist, die eben zu dieser Verblendung führt. Und es betrifft insbesondere die Medien. Die Medien sind, was die Rhetorik betrifft, viel schärfer in den negativen Urteilen zu Griechenland, als die Politiker. Es ist unglaublich. Das ist eine richtige Hetze und das betrifft nicht nur die BILD-Zeitung, sondern auch ganz seriöse Blätter. Zum Beispiel das Handelsblatt ist jetzt, seitdem es die Tsipras-Regierung gibt, das seriöse Gegenstück zu der BILD-Zeitung. Es ist eine Zeitung der Hetze. Und in einem bestimmten Ausmaß betrifft auch andere Blätter. Aber insgesamt, was die seriöse Presse anbelangt, die haben ein Narrativ, das diffamierend ist für die neue Regierung. Sie schauen nicht hin, was getan wird und sie hören nicht, was gesagt wird. Sowohl was die Programmatik dieser Regierung anbelangt, als auch was sie wirklich tut. Zum Beispiel eine Reihe von Gesetzen, die zur Humanisierung der Situation in Griechenland beitragen. Oder zur Demokratisierung in Griechenland beiträgt. Zum Beispiel in den Schulen. Sie haben Demokratie in die Schulen und die Universitäten hinein gebracht. Es gibt Dutzende von Gesetzen, die überhaupt nicht erwähnt werden in der deutschen Presse. Und von daher meine ich, dass die nur auf Tsipras prügeln, ohne wirklich seine Taten und seine Programmatik richtig zu würdigen.

„Ein unwürdiger Zustand“

Gibt es Schlagzeilen, die Sie vor Augen haben, wo Sie sagen: Das ist ein typisches Beispiel?
Na, ich hab sie schon im Kopf. Aber es geht nicht darum. Es ist so die allgemeine Tendenz, die ist ihnen auch nicht richtig gerecht. Das ist auch für sie ein unwürdiger Zustand, finde ich. Was die griechischen Medien betrifft, ich finde nicht, dass sie sehr kritisch sind. Das Gros der griechischen Medien ist auch von dieser Verblendung befallen. Ich würde sagen, dass etwa achtzig Prozent der griechischen Medien sich gegen die Regierung stellen, aber mit Argumenten, die unter jedem Niveau sind. Es ist eine Argumentation, die sehr beschränkt ist, die keine Möglichkeit hat, sich zu entwickeln. Das ist immer so das Darauf-Prügeln auf die Regierung mit allen möglichen Finten und Sachen, die oft nur im Bereich des Gerüchts Bestand haben und sonst nicht. Ihre politische Position ist nicht so richtig ausgegoren. Ich wollte noch hinzufügen, dass in diesen von mir kritisierten achtzig Prozent gibt es auch dort wunderbare Kollegen und Kolleginnen. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass die griechische Presse im großen Teil von Privatmächten, von Konglomeraten besessen ist und insofern ist auch nicht viel mehr zu erwarten von ihr.

Wie geht es weiter?
Was die Presse anbelangt? Allein schon der Umstand, dass es zwanzig Prozent gibt, die der Aufklärung gewidmet sind, und versuchen, die richtigen Informationen auf den Markt zu bringen, das ist schon nicht bloß sein Hoffnungsschimmer, sondern eine große Hoffnung. Die erreichen auch viel.

(Foto: © Vera Linß)